Malaika Raiss PortraitGenauso wie zu Muttis und Omis Zeiten soll die Mode von Malaika Raiss klassisch-haltbar sein. Sie will Lieblingsstücke entwerfen, die sich der Modefan mit Hang zu klassischem Geschmack und Qualität kauft und dann jahrelang tragen kann. Das ist das Konzept von Malaika Raiss, erzählt sie beim Berlin Showroom. Da habe ich mir das junge Ding geschnappt, an den Rand gezerrt und zu ihrem Style interviewt. Malaika Raiss will sozusagen die stoffliche eierlegende Wollmilchsau sein. Der Anspruch ist klar, sie will „long time favorites – made with love, care and a big smile“ auf den Modemarkt werfen. Mode von 15 bis 75, für jeden Typ und jeden Geschmack. Das hat sie mir im Interview erzählt und wir haben über ihr Label „Malaika Raiss“ gesprochen, ihren Style in drei Sätzen, sie hat mir erzählt, wie ihre Stücke nachhaltig werden und wie sie den Berliner Style definieren würde. Mehr dazu im Interview….

Alles Liebe, Eure Petra!

 

Interview mit Malaika Raiss höchstpersönlich zwischen Tür und Angel im ersten Berlin Showroom in Paris:

 

Malaika Raiss Models
Fotos: Jens Ludewig

Malaika: Das ist eine gewisse Lässigkeit, es geht quasi alles in Berlin. Man ist sehr farbenfroh, man mag gerne Muster und spannende Oberflächenstrukturen. Aber man geht es lässiger an als in Paris oder New York.

Petra von Hollightly: Wie passt die Mode von Malaika Raiss da rein?

Malaika: Wir passen in dem Sinne rein, dass unsere Kleidung eigentlich 24 Stunden am Tag tragbar ist. Wir designen nach dem Konzept, wie wir es auch selbst tragen würden. Und ich bin nicht der Menschen, der sich für jede Gelegenheit anders anzieht und deswegen soll sich alles gut tragen lassen und überall tragen lassen, mit hochwertigen Materialien und klassischen Schnitten

Malaika Raiss rot
Foto: Jens Ludewig

Petra von Hollightly: Ist das der typische Style von Malaika Raiss – das Label in drei Worten?

Malaika: Ich würde sagen, clean, feminin und mit so einem humorvollen Twist. Das ist aber immer schwierig (lacht), mir fällt das immer sehr schwer. Ich denke immer, schaut es Euch an. Ich finde Aussenstehende können das besser beschreiben, was sie sehen, als ich, die es entwickelt hat. Ich will gerne was mit der Kleidung rüberbringen oder drücke es mit der Kleidung aus. Und ich zeichne es lieber auf, wenn ich etwas erklären will, als es in Worten zu erklären.

Malaika Raiss white dress
Foto: Kai Jakob

Petra von Hollightly: Wie ging das denn alles los mit Deinem Label und dem Malaika-Style?

Malaika: Naja, der Stil ist eher so eine Gefühlssache. Das ist klar immer ein Teil von einem selbst, was man widerspiegeln will, aber auch ein bisschen das, was mein Umfeld widergespiegelt hat. Da haben meine Kolleginnen und ich immer gesagt: das fehlt uns, das würden wir anders machen und ich hatte unglaublich viele Ideen, die ich an die Frau bringen wollte und ich wollte dann einfach loslegen. Da hatte ich das Glück, das ich meinen Partner getroffen hatte, mit dem ich das zusammen machen wollte. Den hatte ich damals einfach nur um Rat gefragt, ob es sich lohnt, ob ich das schaffen kann und er fand meine Ideen und das Engagement so toll, dass er es mit mir zusammen machen wollte.

Malaika Raiss dunkles Dress
Foto: Jens Ludewig

Petra von Hollightly: Der Zeitgeist schreit gerade irgendwie nach Öko und Nachhaltigkeit, hab ich das Gefühl – geht Dir das auch so?

Malaika: Ja, ich würde nicht sagen, dass wir uns das Ökoschild groß vorne drauf plakatieren, aber Nachhaltigkeit hat für mich in dem Sinn einen großen Stellenwert, dass Produkte nicht nur für eine Saison getragen werden. Sachen, die ich Designer sollen Lieblingsstücke sein, die man sich auch in zehn Jahren wieder aus dem Schrank holt. Wir produzieren auch nur in der EU und Produktionsstätten, die wir kontrollieren können. Nur unsere Seide kommt aus Indien, aber das ist ein Biohersteller, der nur mit zertifizierten Farben arbeitet. Ansonsten verwenden wir kein Plastik, nichts, das man nicht mehr vernichten kann. Ich versuche das einzubringen, weil es mir selber auch wichtig ist. Ich bin auch jemand der gerne mal an den Kleiderschrank meiner Großmutter geht und etwas aufträgt oder auch bei meiner Mutter. Ich möchte einfach, dass man sich lange an den Sachen erfreuen kann und nicht nur schnellen Trends hinterherrennen.

Petra von Hollightly: Wie sehr schätzen das Deine Kunden?

Malaika Raiss black white
Foto: Jens Ludewig

Malaika: Es gibt schon ein neues Bewusstsein für Mode. Es ist ein neues Bewusstsein am Kommen dafür, dass man Sachen wieder langfristig trägt. So hat es mir meine Großmutter auch immer erzählt. Man hat sich früher etwas für 20 Jahre oder länger gekauft, das hat dann auch mehr gekostet, hat aber auch so lange getragen.

Petra von Hollightly: Danke Dir für das Interview und noch viel Erfolg auf dem Showroom!

 

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