Lillika Eden ist ein junges Label aus Berlin. Ich bin über die beiden Macher beim Green Showroom während der Fashionweek gestolpert und war spontan verknallt in den weiß-schwarzen Blazer, den sie im Fashion-Gepäck dabei hatten.

Blazer Smoking

 

Office Look

Hinter dem Label steckt ein Pärchen. Sie ist Modedesignerin, er ist der Mann an ihrer Seite. Julia betreibt Lillika Eden mit viel Liebe und produziert ausschließlich in Deutschland, achtet auf Bioqualität und qualitativ hochwertige Produktion. Ein eigenes Label war schon immer ihr Wunsch. Ist ja eigentlich sofort logisch, wenn man weiß, dass Julia Modedesign studiert hat. Ein Fashionmädchen eben! Umso schöner finde ich, dass sie nicht einfach nur Mode macht, sondern Wert auf Nachhaltigkeit legt. Das verdient absolut unser Glückssymbol. Sie verwendet zum Beispiel gewaltfreie Seide statt „normaler“ Seide. Das bedeutet definitiv, dass weniger Tiere für ihren Style leiden müssen. Was es mit der gewaltfreien Seide auf sich hat, erklärt sie gleich im Interview. Denn bevor ich jetzt aber zu lange tippe und tippe und tippe und ihr Euch fragt, wann verdammt nochmal erfahren wir, was das alles mit zwei Katzen zu tun hat, gibt’s ein Interview mit der zauberhaften Julia über ihr Label, das harte Leben als Fashion Designerin, Mode, Trends und was das alles mit zwei Katzen zu tun hat.

Interview mit der Designerin Julia von Lillika Eden über Mode, das Paradies, zwei Katzen und was es mit „gewaltfreier“ Seide auf sich hat:

Petra von Hollightly: Ihr seid noch ganz jung und frisch auf dem Modemarkt, was waren so die Momente in denen Du vielleicht dachtest: Ohje – was habe ich mir da aufgehalst? Zumal Du ja auch noch Wert darauf legst nachhaltig zu produzieren..

Julia: Solche Momente gibt es wohl viele wenn man selbstständig ist, aber das gehört eben dazu 😉 Schwierig ist es, gerade als junges Unternehmen mit den nachhaltigen Stoffen. Die Auswahl an fertig gefärbten oder bedruckten Stoffen ist gering, wenn man zunächst Mustermengen ab 1m benötigt. Zwar kann man auch solch kleine Mengen bekommen, die Frage ist dann allerdings, ob man Monate später wenn die Kollektion produziert wird, dann immer noch die selben Stoffe in größeren Mengen bekommt. Oder andersrum, wenn man gleich Produktionsmengen einkauft, muss man diese dann selbst färben lassen und benötigt zudem ein Lager und das nötige größere Budget um von allen Stoffen die man braucht gleich je 50 oder 100m zu kaufen.

Petra von Hollightly: Hinter dem Namen Lillika Eden stecken deine beiden Katzen Lilli und Kasper und dem Begriff für das Paradies „Eden“ – wie sähe denn dein persönlicher Garten Eden der Modewelt aus?

Julia: Mein Paradies der Modewelt wäre, das jeder der an der Herstellung von Mode beteiligt ist, also von der Stoffherstellung über das Design bis hin zur Produktion, seine Arbeit mit Freude machen und davon gut und erfüllt leben kann. Das niemand dafür leiden, oder gar sterben muss. Mode sollte einfach Spaß machen und nicht auf Kosten von jemandem, der Umwelt oder den Tieren entstehen. Allerdings wäre das auch meine Vorstellung vom Paradies für alle anderen Lebens- und Arbeitsbereiche, nicht nur für die Modewelt.

Kleid Green

Petra von Hollightly: Was machst Du um zu dieser Vision beizutragen, also wie sieht Nachhaltigkeit bei Lillika Eden aus – wie produziert ihr?

Julia: Abgesehen von den nachhaltig und ökologisch hergestellten Stoffen, achten wir darauf regional zu bleiben. Wir produzieren ausschließlich in Deutschland. Vom ersten Schnittmuster bis hin zur fertigen Produktion für Läden und Online-Shops. Zur Zeit findet diese gesamte Kette direkt in Berlin statt. Auch für Zutaten wie Reißverschlüsse, haben wir eine Deutsche Manufaktur bei denen wir einkaufen.

Petra von Hollightly: Was bekommt die Kundin, wenn sie Lillika Eden kauft?

Julia: Sie bekommt ein mit Liebe und Aufmerksamkeit hergestelltes Kleidungsstück, das gemacht ist, um sie lange zu begleiten und ein Lieblingsteil zu werden, in dem Sie sich wohl und immer gut gekleidet fühlt.

Kleid Schwarz

 

Jeans Top

Petra von Hollightly: Du schreibst, dass Du aus Tierschutzgründen keine Pelze und kein Leder verwendest – heißt das Lillika Eden ist vegan?

Julia: Vegan würde ich nicht sagen. Dazu dürften wir auch generell keine Wolle und Seide verarbeiten denke ich. Auch wenn wir natürlich nur Schurwolle aus kontrolliert biologischer Tierhaltung und gewaltfreie Seide verwenden. (Gewaltfreie Seide bedeutet dass die verpuppte Raupe sich zum Schmetterling entwickeln darf und dann schlüpft und lebt. Erst nach dem Schlüpfen wird der Seidenfaden vom beschädigten Kokon genommen, wodurch eine Wildseidenart entsteht.)

Petra von Hollightly: Wie würdest Du den Stil Eures Labels beschreiben?

Julia: Ich würde ihn als modern, schlicht und elegant bezeichnen. Tragbar zu jeder Zeit.

Sporty

Petra von Hollightly: Kleiner Sneak-Peek – was kommt in die nächste Kollektion?

Julia: Da kann ich noch nicht viel verraten, wir sind gerade in der Stoffauswahl-Phase für die nächste Kollektion! Das wird dann Herbst/Winter 2015/16. Aber es wird stylish und feminin!

Petra von Hollightly: Ich bin gespannt und würde mich freuen, wenn Du uns dann das neue Lookbook zeigst, sobald es fertig ist. Euch zwei viel Erfolg, danke für den Tratsch und bis bald!

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