Babys lieben es getragen zu werden. Sie sind nah am Körper, fühlen sich zuhause und haben 100% gute Laune. Das ist zwar wundersüß und zuckerniedlich, aber kostet ziemlich Krafteinsatz das Baby den ganzen Tag zu schleppen.

Babytrage oder Tragetuch

Den ganzen Tag auf dem Arm herumgeschleppt zu werden ist also eines DER Lieblingshobbys der meisten Babys. Wenn du aber keine steifen schweren Arme bekommen willst und keinen Bizeps wie Popeye hast, hast du als Ökomum exakt zwei Möglichkeiten:

  1. Ein Tragetuch benutzen und bindenbindenbinden
  2. Eine Babytrage kaufen
HALFBUCKLE-TRAGE VON FIDELLA

Wenn du gerne knotest, bindest und fuddelst, kannst du bedenkenlos auf ein Tragetuch setzen. Da gibt es verschiedenste Modelle von verschiedenen Marken. Tatsächlich macht das knoten und binden mich persönlich als tendenziell ungeduldigen Menschen aber mehr als irre.

Mein Tipp in Sachen Tragetuch lautet deswegen: Super für die ersten Monate, wenn das Kleine noch so klein ist, dass es in einem Tuch einfach perfekt aufgehoben ist, weil du das Tuch so perfekt an das Baby anpassen kannst in der Größe und Rückenlänge. Danach kannst du das Tuch erleichtert von dir werfen und dir eine Babytrage anschaffen. Wenn du noch ein Label suchst – HIER kann ich dir ein zauberhaftes und supersüßes hochwertiges Tragetuch empfehlen

Babytrage – von Halfbuckle bis Fullbuckle

Es gibt verschiedene Modelle und nahezu alle sind natürlich von Hebammen getestet und natürlich sind sie alle schadstofffrei. Dann steht Frau im Laden und surft durch das Internet und blinzelt fassungslos von Trage zu Trage angesichts der Massen unterschiedlichster Modelle.

Die zwei Basisfakten

Es gibt grundlegend drei bis vier verschiedene Tragevarianten:

  1. Tragetücher
  2. Halfbuckle Tragen
  3. Fullbuckletragen
  4. Slings

Ich habe sie ALLE durch und bin am Ende bei einer Variante glücklich und zufrieden gelandet. Welche das ist und von welchem Label ich meine Traumtrage habe, verrate ich dir am Schluss. Weil eine Trage aber so individuell ist, wie die perfekte Jeans muss es nicht heißen, dass meine Traumtrage auch deine Traumtrage ist.

Deswegen habe ich dir drei Tragemarken herausgesucht die ökologisch produzierte Modelle haben oder Modelle aus Biobaumwolle – sie haben verschiedenste Tragevarianten vom Tuch bis zur Fullbuckletrage. Du kannst dann also frei nach Geschmack heraussuchen, was du möchtest.

Und als Tipp – wenn du einen Sling suchst: Das Label Oscha macht sehr coole Slingtragen – made in scotland aus hochwertigen Stoffen. Mein Ding waren die Slingtragen nicht, weil ich immer das Gefühl hatte, dass das Baby gleich rausflutschen könnte. Das passiert natürlich nicht, aber ich wurde dieses merkwürdige Feeling nicht los und habe mich deswegen damit nicht wohl gefühlt.

Wichtig ist beim Thema „Biobabytrage“ der Stoff und die Produktion – wir sind ja hier ein Ökoblog. Deswegen gibt es jetzt drei Labeltipps und die Tragen, die ich im Test hatte.

Fullbuckletrage

Tatsächlich habe ich nach dem Tuch mit einer sogenannten Fullbuckletrage gestartet. Das ist bequem und praktisch, weil sie sich wie ein Rucksack anziehen lässt. Wenn das Baby aber schwerer wird, schneiden genau diese Träger schnell an den Schultern ein, weil das Gewicht sehr gerade und punktuell an den Schultern verteilt wird. Wir hatten die Secondhand Fullbuckletrage einer Freundin von Manduca – eines der bekanntesten Labels. Die Trage an sich war hochwertig und hat sich sehr einfach anziehen lassen – ist aber aus meiner Sicht eher etwas bei sehr leichten Kindern oder wenn die Babys noch kleiner sind.

Halfbuckletrage – mein Fav!

Nach der Fullbuckle, kam die Halfbuckle. Das sind Tragen, die zwar einen Gurt haben, den du dir easypeasy um den Bauch schnallen kannst, die dann aber an den Schultern wie ein Tuch gebunden werden.

Ganz ehrlich? Das ist aus meiner Sicht die perfekte Mischung. Du hast sie schnell angeschnallt und musst fast nichts mehr binden, hast aber die Vorteile eines Tragetuchs für das Baby und an deinen Schultern. Du kannst sie nämlich kreuzen an der Schulter und verteilst das Gewicht so deutlich besser. Der Rücken hat es mir absolut gedankt, dass ich den Wechsel gemacht habe.

Kinder sind individuell

Jedes Baby ist ein bisschen anders – sie alle haben Vorlieben und eine minimal unterschiedliche Körperform. Insofern muss sich meine Erfahrung nullkommanull mit anderen Erfahrungen decken. Ich würde niemanden eine Trage empfehlen und behaupten, dass DIESE EINE die EINZIG WAHRE sei.

Tragen sind wie Jeans – du musst einfach anprobieren, bis du die beste für dich und dein Kind gefunden hast. Ihr solltet beide damit zufrieden sein – dann ist das Tragen einfach genial!

Aber ein Modell hat mich gar nicht überzeugt und genau das würde ich auch als einziges nicht weiterempfehlen.

Deswegen der große Tipp: Probiere es aus!

Wir haben auch mehrere Modelle durchgetestet. Ich schreibe dir jetzt also in der Reihenfolge, in der wir durchgetestet haben: Von „geht so“  bis „yeay“ und ich verrate dir meinen persönlichen Favoriten

Mein NoGo „Babybjörn“

Babytrage Nummer 1 – gekauft, weil es von Hebammen getestet war und so hübsch aussah. Es hat exakt 3 Wochen gut funktioniert. Anschließend wurde das Baby immer größer und im direkten Vergleich dazu der Steg immer kleiner. Der Steg ist der Part an der Babytrage auf dem der Babypopo sitzt. So ein schmaler Steg kann dann schon mal all das drücken, was man gerade bei Jungs nicht gedrückt haben will und was auch bei Mädchen nicht gerade stundenlang gedrückt werden sollte.

Dem Baby war vollkommen egal, dass diese Trage von Hebammen getestet war und hübsch aussah. Sie war einfach unbequem und das wurde uns auch entsprechend mitgeteilt. Deswegen ist die Trage von babybjörn auch die Einzige, die ich persönlich niemandem empfehlen würde. Ich persönlich glaube nicht, dass der schmalere Steg auf Dauer gut ist für das Baby.

Babytrage Nummer 2 – geliehen von einer Freundin. MANDUCA. Soll bei ihr super gewesen sein. Ich persönlich fand sie hübsch und sehr bequem anzuziehen, aber sobald das Kind größer wurde, fingen die Tragegurte an den Schultern an einzuschneiden.

Babytrage Nummer 3 – das Tragetuch. Wenn du der Tragetuchtyp bist, kann ich dir das Tuch von littlewombat empfehlen. Ich liebe den Style und die Haptik. Es ist kuschelweich. Es ist superhübsch anzusehen und es gibt sehr viele Babies, die es traumhaft finden. Leider bin ich zu ungeduldig und konnte mich mit der Binderei nicht anfreunden.

Babytrage Nummer 4: Das Bondolino von Hoppediz. Eine Mischung aus Tragetuch und Babytrage. Natürlich in der Ökovariante aus Biobaumwolle. Das Bondolino ist im Grunde wie ein Tragetuch, aber in der praktischen Trageform einer Babytrage – man muss sich nicht den Wolf wickeln, es sitzt schön auf der Hüfte und durch die Bänder am Rücken, schmerzt der Rücken auch nicht so schnell beim Tragen. Allerdings hat es einen Klettgurt und der wiederum war etwas nervig anzubringen, weil der Klett sich jedesmal beim zusammenkletten miteinander verhakt hat.

Der Look hat mich neben dem Klett nicht ganz so überzeugt – als Stylefan war mir die Ökotrage einfach ein bisschen zu spießig im Look und auch nur in zwei Farbvarianten verfügbar. Wenn du dein Baby in die Trage packen willst, zählt aber vor allem, dass es schnell und easy geht, damit die Kleinen entsprechend zufrieden reingeschoben werden können und die Mom nicht schon ewig genervt und hektisch mit der Trage herumfuddelt. Das spüren die Babys und wollen dann vielleicht nicht mehr so recht rein.

Babytrage Nummer 5 und MEIN FAVORIT: Die Leo-awwwwww-parden Halfbuckle Trage von Fidella. Sieht nicht nur MEGA aus, sondern ist auch MEGA. Ich fühlte mich sofort wie Zuhause in der Trage. Warum? Die extraweichen und breiten Schultergurte sind dick gepolstert und der Stoff ist butterweich durch den Viscose-Anteil. Sie haben on Top noch Stoffe an den Seiten, den du dir über die Schultern ziehen kannst. Das macht sie noch bequemer.

Das Baby sitzt absolut zufrieden drin und du fuddelst nicht ewig mit einem Baby in der einen Hand und der Trage in der anderen Hand herum, sondern kannst das Minime ziemlich komfortabel in die Trage heben. Das fühlt sich sicher an und geht schnell. Außerdem kannst du das Baby auch zwischendurch viel leichter zurechtsetzen und feinjustieren als zum Beispiel in der Manduca-trage, weil sie eben wie ein halbes Tuch gebaut ist.

Wie alle guten Tragen kannst du sie am Bauchgurt einstellen, so dass dein Baby in der perfekten Anhock-Spreizhaltung sitzt – du misst dafür nur einmal den Abstand zwischen den Knien, wenn das Baby die Beine gespreizt aht und stellst es mit Hilfe von zwei Kordeln ein. Außerdem kannst du auch die Rückenlänge anpassen – weshalb die Trage sicher für Kinder bis 20 Kilo nutzbar ist. Der Hüftgurt ist ebenfalls breit und dick gepolstert, das macht sie sehr bequem und sie ist leicht an- und auszuziehen. Ich bin begeistert und verliebt! Am meisten liebe ich an der Fidella-Trage aber, dass das Minime sie liebt.

Babytrage Nummer 6: Fräulein Hübsch! Ebenfalls Biobaumwolle und supersüß. Auch eine Halfbuckletrage. Der Steg lässt sich über intern vernähten Klett sehr gut einstellen und der Bauchgurt sitzt super. Er lässt sich auch mit einer Hand easy auf- und zumachen. Das ist ein echtes PLus. Es gibt sie in zwei Größen – Baby und Toddler. Je nachdem welche Kleidergröße dein Kind hat, wählst du die eine oder andere.

Das Baby sitzt super drin, die Hebamme war begeistert von der Sitzhaltung und der Steg lässt sich später noch verbreitern, wenn es größer wird. Dadurch sitzt das Baby wirklich in der gesunden Spreiz-Anhock-Haltung (schwieriges Wort).

Der Stoff ist schön weich und es lässt sich gut binden. Die Schultergurte sind allerdings etwas weniger flauschig als bei der Fidella. Das ist letztlich der Ausschlaggebende Faktor, weshalb die Fidella mein klarer Sieger geworden ist. Aber ich kann dir die Trage von Fräulein Hübsch wärmstens empfehlen. Sie ist wirklich genial!

Auch wenn die Fräulein Hübsch wirklich eine coole Trage ist – made in Austria – habe ich mich in Sachen Tragecomfort und Style noch ein kleines bisschen mehr in die Trage von Fidella verknallt. Sie sitzt einfach am bequemsten – aber das ist eine Wahl auf ganz hohem Niveau. Fräulein Hübsch und Fidella nehmen sich nichts – das ist letztlich eine individuelle Entscheidung.

Eine Idee zu “Babytragen im Test! So kannst du dein Bio-Baby perfekt tragen

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