Babys lieben es getragen zu werden. Am besten unter viel Krafteinsatz der Mutti den ganzen Tag auf dem Arm herumgeschleppt zu werden ist eines DER Lieblingshobbies der meisten Babys. Als Ökomum hat man dann exakt zwei Möglichkeiten. Ein Tragetuch benutzen und bindenbindenbinden oder eine Babytrage kaufen. Da gibt es verschiedene Modelle – sie alle sind natürlich von Hebammen getestet und sie alle sind natürlich Schadstofffrei. Dann steht man im Laden und blinzelt fassungslos von Trage zu Trage – Unterschiede zu erkennen ist eine echte Aufgabe. Wir haben einfach losgelegt und ein Modell gekauft.

Jedes Baby ist ein bisschen anders – sie alle haben Vorlieben und eine minimal unterschiedliche Körperform. Insofern muss sich meine Erfahrung nullkommanull mit anderen Erfahrungen decken. Ich würde niemanden eine Trage empfehlen und behaupten, dass DIESE EINE die EINZIG WAHRE sei. Ein Modell hat mich so gar nicht überzeugt und genau das würde ich auch als einziges nicht weiterempfehlen. Alle anderen Varianten sind eben bei uns nicht auf Wohlgefallen gestossen, machen aber viele andere Babies glücklich. Deswegen der einzig wirklich relevante Tipp: Probiere es aus! Wir haben auch mehrere Modelle durchgetestet, bis dann eines dabei war, dass das Minime und die Ökomum liebt.

Ich schreibe dir das jetzt in der Reihenfolge, in der wir durchgetestet haben – von „geht so“  bis „yeay“:

Mein NoGo „Babyjörn“

Modell Nummer 1 – weil es von Hebammen getestet war und so hübsch aussah hat exakt 3 Wochen gut funktioniert. Die ersten Wochen um genau zu sein. Anschließend wurde das Baby immer größer und im direkten Vergleich dazu der Steg immer kleiner. Der Steg ist der Part an der Babytrage auf dem der Babypopo sitzt. So ein schmaler Steg kann dann schon mal all das drücken, was man gerade bei Jungs nicht gedrückt haben will und was auch bei Mädchen nicht gerade stundenlang gedrückt werden sollte. Dem Baby war vollkommen egal, dass diese Trage von Hebammen getestet war und so hübsch aussah. Sie war wohl einfach unbequem und das wurde uns auch entsprechend laut mitgeteilt. Deswegen ist die Trage von babybjörn auch die Einzige, die ich persönlich niemandem empfehlen würde. Ich glaube nicht, dass dieser Miniatursteg auf Dauer gut ist für das Baby. Aber das ist meine persönliche Einschätzung.

Zwei schicke Alternativen

Modell Nummer 2 – geliehen von einer Freundin. MANDUCA. Soll bei ihr super gewesen sein. Bei uns hat sie das Prädikat „will nicht länger als 5 Minuten drin sein“ bekommen. Ich persönlich fand sie hübsch und bequem anzuziehen, aber die falten am Babypopo von der integrierten Verkleinerung nach wenigen Minuten tragen nicht so hübsch. Ich vermute mal stark, dass genau das dem Mini-Me auch nicht gefallen hat. Da die Trage bei meiner Freundin geliebt wurde, kann es natürlich auch Popo-Abhängig sein, ob sie genehm ist oder nicht.

Modell Nummer 3 – das Tragetuch. Wenn du der Tragetuchtyp bist, kann ich dir das Tuch von littlewombat empfehlen. Ich liebe den Style und die Haptik. Es ist so kuschelweich. Es ist superhübsch anzusehen und es gibt sehr viele Babies, die es traumhaft finden. HIER in dem Artikel beschreibe ich dir mein Traumtragetuch von littlewombat. Leider war die Ökomum zu ungeduldig und konnte sich mit der Binderei nicht ganz so anfreunden und da das Minime immer gerne schnell rauswill, wenn es rauswill, war mir das ein bisschen zu anstrengend mit der rausbinderei. Andere Babies halten darin Stunden aus und lieben es.

 

Der Favorit – Hoppediz

Modell Nummer 4 – unser Favorit: Das Bondolino von Hoppediz. Eine Mischung aus Tragetuch und Babytrage. Natürlich in der Ökovariante aus Biobaumwolle. Das Bondolino ist im Grunde wie ein Tragetuch, aber in der praktischen Trageform einer Babytrage – man muss sich nicht den Wolf wickeln, es sitzt schön auf der Hüfte und durch die Bänder am Rücken, schmerzt der Rücken auch nicht so schnell beim Tragen.

Das Baby sitzt auch super drin – die Hebamme war ganz begeistert von der Sitzhaltung. Der Steg lässt sich später noch verbreitern, wenn es größer wird. Dadurch sitzt das Baby wirklich in der gesunden Spreiz-Anhock-Haltung (schwieriges Wort). Es soll für Babys bis 20 Kilo reichen – wobei ich mir noch nicht ganz einig bin ob ich einen 20 Kilobrocken durch die Gegend schleppen will. Aber es ist doch nett zu wissen, dass es geht. Der Stoff ist kuschelweich und es lässt sich sehr gut binden.

Man fuddelt nicht ewig mit einem Baby in der einen Hand und der Trage in der anderen Hand herum, sondern kann das Minime ziemlich komfortabel in die Trage heben. Das fühlt sich sicher an und geht schnell. Die Trage kommt in einem Hipsterbeutel – was mir als Ordnungsfreak auch entgegenkommt. Ich bin begeistert und verliebt! Am meisten liebe ich an der Bondolino Trage aber, dass das Minime sie liebt.

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