Ich fordere die Goliaths dieser Welt auf endlich nachhaltiger zu denken und handeln. So! Das ist jetzt sozusagen meine heutige digitale Miniaturdemonstration für mehr Nachhaltigkeit. Nur wenn auch die ganz Großen mitziehen und ökologischer sowie fairer produzieren kann sich wirklich etwas ändern auf dieser Welt. Ich schreibe ganz bewusst „auch“, weil auch wir Kunden eine Verantwortung haben bei den richtigen Firmen zu konsumieren und damit Firmen zu unterstützen die nachhaltig arbeiten.

Unser Konsumverhalten ist letztlich der Gradmesser für die Industrie. Die Politik schafft die Rahmenlinien und die Presse berichtet über Gutes wie Schlechtes. Das ist eigentlich das System. Leider sind die Rahmenlinien der Politik meist zu kurz gedacht und die Presse hat keine Zeit mehr um ausreichend zu recherchieren und investigativ aufzudecken. Also, mal ganz pessimistisch und pauschal gesprochen. Natürlich gibt es auch engagierte Politiker, gute Journalisten, nachhaltige Magazine (wie das Mondbergmagazin HIER) und bewusste Unternehmen wie Maas Natur oder TOMS, die sich Nachhaltigkeit extrafett auf ihre Fahnen geschrieben haben und nur aus dem Grund gegründet wurden.

Aber es gibt eben so viele andere Unternehmen, die klassisch produzieren. Genau sie müssen umdenken, damit die Produktionsbedingungen besser werden und die Umwelt nicht mehr so leiden muss. Deswegen ist es so wichtig, dass die Goliaths dieser Welt selbst Verantwortung übernehmen und sich die Nachhaltigkeit zu ihrer Maxime machen.

Weil ich nicht nur klagen will, möchte ich jetzt auch zwei Positivbeispiele aufzählen. Zwei Großunternehmen, die mich überrascht haben, denen ich die Nachhaltigkeit, die sie schon lange hegen und pflegen gar nicht zugetraut hätte.

Die Beispiele – Nachhaltige Goliaths

Nummer 1: Nachhaltige Fotogalerie! Wo die Babyfotos fürs Ökobaby geprinted werden

Manchmal wird man ja überrascht. Positiv überrascht. Seit Jahren drucke ich meine Bilder bei CEWE. Warum? Weil CEWE ganz oben bei der Googlesuche aufgeploppt ist, als ich ein Fotounternehmen gesucht hatte, weil der kleine Fotoladen an der Ecke zugemacht hat. Seit einiger Zeit suche ich ja immer nach der nachhaltigen Alternative, wenn ich konsumiere. Und das überraschende für mich war, dass CEWE mir auch da angezeigt wurde. Die Firma printet nicht nur Fotos, sie hat auch diverse Nachhaltigkeitskriterien auf ihrer To Do Liste stehen. Cewe druckt zum Beispiel CO2-Neutral. Geliefert werden die Fotos mit „Go Green“. Die Firma arbeitet so ressourcenschonend wie möglich und achtet auf umweltbewusste Produktion. Es geht da zum Beispiel um Energiesparende Produktion, Wasserschutz und andere Umweltkriterien bei der Produktion wie FSC-Zertifizierung.

Gerade als Ökomum ist mir wichtig, dass die Fotos, die ich der begeisterten Verwandtschaft regelmäßig schicke nicht unter umweltschädigen Bedingungen hergestellt werden. Das wäre doch ziemlich absurd, wenn ich einerseits Biobabydinge kaufe und dann die Babybilder unter Einsatz übelster Umweltbedingungen herumschicke. Das Praktische ist übrigens, dass man sogar die Adresse der Verwandtschaft bei der Bestellung angeben kann statt der eigenen und schon gehen die heißersehnten Bilder direkt an die Familie.

Nummer 2: Noch so ein Beispiel für ein Großunternehmen, bei dem man nicht vermutet, dass es nachhaltig tickt ist OTTO.de Nachhaltige Klamotte – findest du zum Beispiel bei OTTO.de. Da gibt es ein Zertifikat namens „Good Product“ – das sind Sachen aus Biostoffen, FSC-zertifizierten Hölzern oder Fairtrade Projekten wie „Cotton Made in Africa“. Bevor ich die Seite von OTTO.de angesurft hatte, um herauszufinden, wie die Firma in Sachen Nachhaltigkeit tickt, hatte ich eine denkbar schlechte Meinung von dem Moderiesen. Dass der Gründer schon immer Wert auf Nachhaltigkeitskriterien gelegt hat, war mir lange nicht klar.

Immer noch einen Schritt weiter

Natürlich könnte das alles noch mehr werden, natürlich machen auch OTTO.de und CEWE aus meiner Sicht noch lange nicht genug. Aber es sind Schritte in die richtige Richtung. Die Unternehmen versuchen Verantwortung zu übernehmen und das ist gut so. Denn wir haben nur eine Erde und die sollten wir dringend etwas besser behandeln. Gleichzeitig können es die Unternehmen aber auch nicht alleine schaffen. Wenn wir alle alles bitte gerne immer zu 100% verfügbar haben wollen, schnell und unkompliziert, das auch noch zu billigsten Preisen, dann haben auch die Unternehmen keine Chance umzusatteln. Ich finde grandios, dass Unternehmen wie CEWE ohne Zwang der Politik umdenken und nachhaltiger arbeiten.

Wir haben die Macht

Aber es sind auch wir Kunden, die bewusste Entscheidungen treffen müssen. Zum Beispiel wo wir einkaufen, wie viel Geld wir ausgeben und wofür. Wenn wir bereit sind für Nachhaltigkeit, Fairness und Umweltfreundliche Produktion ein bisschen mehr zu bezahlen, können die Firmen anders produzieren und müssen sich nicht den Preisschlachten ergeben. Gleichzeitig müssen die Firmen grundsätzlich mehr ethische Verantwortung übernehmen und dafür vielleicht auf ein paar Prozent Gewinn mehr verzichten.

Was ich damit sagen will? Wir alle sind in der Verantwortung für unsere Umwelt und es lohnt sich zu recherchieren und hinzuschauen. Nicht alles was Gold ist glänzt, aber es gibt immer wieder Perlen unter den Großunternehmen, denen man die Nachhaltigkeit auf den ersten Blick gar nicht ansieht.

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