Meooooooow! Erstmal bekommt WUNDERWERK von mir ein großes lautes MEOW! Das Eco-Label steht für trendige Mode und dazu gehört immer wieder Animal-Print.

Wunderwerk Kleider

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Shirt und Longsleeve sind von wunderwerk, Schuhe von TOMS, Hose von H&M Conscious aus Recycling-Tence

Ich LIEBE Animalprint! Damit liebe ich auch wunderwerk. So einfach kann man mich kriegen. Deswegen kommen ein paar Shirts und Oberteile von Wunderwerk auch mit auf unsere Weltreise, die wir im Januar starten. Eine Packliste wird noch folgen.

Ich suche für Euch immer wieder nach Labels, die bezahlbar, trendy und fair sind. Die Ausrede, dass es doch gar keine Labels gibt, gilt nicht mehr. Dabei bin ich auf Wunderwerk gestossen und die Labelgründer haben mir netterweise eine kleine Klamottenauswahl zum Test zur Verfügung gestellt. I like..alles! ..besonders den gelben Pulli, der seitdem im Dauereinsatz bei mir ist.

Wunderwerk Kleider

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Pulli ist von wunderwerk, Schwarz-weiß-gestreiftes Shirt darunter auch von wunderwerk, Schal ist eine Charity-Sonder-Edition von Amorph Berlin, Ballerinas von Pretty Ballerinas (auch nachhaltig produziert)

wunderwerk rules!

Das Label ist seit einem Jahr auf dem Markt und hat als klitzekleines Start-Up von drei Modemachern angefangen. Von Anfang an hatten die drei Macher so viel zu tun, dass sie noch nicht mal ihre eigene Webseite einrichten konnten. Ich finde, es ist ein wunderbares Zeichen, dass grüne Eco-Labels so schnell Fuß fassen können auf dem Modemarkt. Lange Zeit gab es nur konservative Reformhaus-Mode. Modemaniacs wie ich hatten ein echtes Problem, wenn sie fair und stylisch durch die Gegend laufen wollten. Das ändert sich gerade und ich hoffe und bete, dass das mehr ist als nur ein kurzer Trend. Ich hoffe so sehr, dass wir alle umdenken und auf Qualität, statt Quantität setzen. Dass etwas weniger Gewinn in der Kasse in Ordnung ist, wenn dafür die Menschen weltweit unter fairen Arbeitsbedingungen arbeiten dürfen und die Umwelt geschont wird bei der Produktion. Das haben wir Kunden hier in den reichen westlichen Ländern zu einem guten Anteil mit im Griff. Durch unsere Shopping-Attacken bestimmen wir die Arbeitsbedingungen und Produktionsweisen mit. Wenn wir entsprechend einkaufen.

Wunderwerk Kleider

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Style! Style! Style a la wunderwerk

Mittlerweile gibt es die Klamotten von wunderwerk auch in einigen Stores und das Label hat seine eigene Webseite auch gestartet.

Hier gibts WUNDERWERK ONLINE

Die Mode von wunderwerk ist weder Jutesack noch Reformhaus-Schick. wunderwerk macht lässige, urbane und junge Mode, die (je nach Job) Büro- und freizeittauglich ist. Besonders verknallt bin ich in den senfgelben Pulli, den ich kaum noch aus den Fingern gebe, seit er in meinen Schrank gewandert ist. wunderwerk hat ihn mir zusammen mit ein paar anderen Oberteilen netterweise zur Verfügung gestellt. Alle Teilen sind sofort in meinen Schrank gehüpft und halten sich jetzt bereit für die Weltreise (LINK zum ARTIKEL) . Dann gibt’s den Langzeittest. Aber den Pulli, den ziehe ich jetzt schon an. Er hat die absolute Herbstfarbe, ist weich und bequem und durch die Schnitt lässig kombinierbar. Das allerschönste an dem Pulli ist aber, dass er aus Biobaumwolle ist, ohne lästige Chemie produziert wurde und total Polyesterfrei ist. Nicht nur, weil Polyester meist nicht die beste Qualität bietet, sondern auch weil wunderwerk darauf achtet, dass es keine erdölbasierten Stoffe in seinem Portfolio hat. Das Label produziert vor allem in Europa. Das heißt natürlich, dass die Transportwege kurz sind, die so ein Pulli hinter sich bringen muss, bis er bei mir im Schrank landet. Plus: Die meisten Stoffe sind GOTS-Zertifiziert. Wie ich mittlerweile gelernt habe, ist das eines der besten Labels in Sachen „Nachhaltigkeit“. GOTS steht für Global Organic Textile Standard und hat einen eigenen Anforderungskatalog an Naturfaserstoffe. Von der Herstellung bis zur Kennzeichnung muss alles transparent, umweltverträglich und fair abgelaufen sein. Ein GOTS-Stoff ist also ein guter Stoff! Ich kann Euch das junge, hippe Label also nur wärmstens ans Herz legen.

Hier geht’s lang zur Webseite von wunderwerk: www.wunderwerk.de.com

Wenn Euch das alles noch nicht reicht, dann schmökert weiter. Tim, einer der Gründer von wunderwerk, hat sich mit mir hingesetzt und über biologische Produktion, neue Trends und den harten Weg vom Start-Up zum Green Fashion Label unterhalten.

Wunderwerk Kleider

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Interview mit Tim von Wunderwerk über Trends, schreckliche Produktionsmethoden (wie Mulesing) und die große Liebe zur Nachhaltigkeit:

Petra von Hollightly: wunderwerk ist ein wundervoller Name (kleines Wortspielchen) – Ich könnte mir vorstellen, dass der Name eine symbolische Bedeutung für Euch hat – wie seid ihr auf diesen Namen gekommen und für was steht er?

TIM: Mein Partner heißt Heiko Wunder und ist mit meiner Frau Anna Brückmann für das Design verantwortlich, deshalb lag der Name „wunder“ einfach sehr nah.

Petra von Hollightly: Dann doch so einfach *zwinker* Was definitiv wunderbar ist an Euch: Ihr produziert nachhaltig, was heißt das bei wunderwerk genau?

TIM: Nachhaltigkeit heißt für wunderwerk, über die momentane Nützlichkeit hinaus langfristig zu denken und diese Attitude mit Verantwortung für die Zukunft zu „leben.“

Für wunderwerk gehören soziale Verantwortung, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und der Schutz der natürlichen Umwelt untrennbar zusammen. Der Trend geht immer mehr zu sustainable fashion. In Zukunft soll es ausschließlich nachhaltige Mode geben und z.B. organic cotton als selbstverständlich gelten, das wünscht sich wunderwerk.

Deswegen entsteht jedes Bekleidungsstück von „wunderwerk“ unter bestimmten Kriterien:

  1. durch grundsätzlich umweltgerechte Fertigung der Textilien, d.h. ohne Luft- und Wasserverschmutzung
  1. durch fairen Umgang mit Mensch und Tier durch die Verwendung von z.B. organic wool oder Alpaca; kein Angora-Rupfen, kein Mulesing. Mulesing ist das Entfernen der Haut rund um den Schwanz von Schafen ohne Schmerzausschaltung. Ein in Australien und in Neuseeland gebräuchliches Verfahren, um einen Befall mit Fliegenmaden zu verhindern. (siehe auch WIKIPEDIA: http://de.wikipedia.org/wiki/Mulesing)
  1. unter Ausschluss von umweltbelastenden Chemikalien, wie Chlor, Chrom VI oder Kaliumpermanganat sowie erdölbasierende Rohstoffe (Acryl, Polyester, Polyamide, Polyurethan). Kaliumpermanganat ist stark wassergefährdend, was neben seiner Oxidationswirkung bei der Entsorgung von Permanganat Resten zu beachten ist. Es besitzt durch seine stark oxidierende Wirkung eine ausgeprägte Reizwirkung auf lebendes Gewebe, so dass es leicht zu Verätzungen kommt. Jeglicher Kontakt jenseits der medizinischen Anwendung oder gar orale Aufnahme ist zu verhindern. Permanganatstäube verursachen am Auge eine Trübung der Hornhaut.
  1. unter Einsatz von Rohstoffen aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA) und kontrolliert biologischer Tierhaltung (kbT)
  1. unter Verwendung von Modalfasern aus heimischen Buchenholz (Lenzing Modal Edelweiß, www.lenzing.com/fasern/lenzing-modal.html)
  1. ressourcenschonende Produkte, Waschungen und Veredelungstechniken
  1. ohne dass die Arbeiter in den Herstellungsländern mit gefährlichen Chemikalien in Kontakt kommen.
  1. Wasserarme und energiearme Waschungen und Färbungen, besonders bei Denims

Petra von Hollightly: Wow, Mulesing kannte ich zum Beispiel noch gar nicht. Unfassbar, was die Menschen der Umwelt und den Tieren antun. Das alles nur um schnell Gewinne zu machen…. Aber Reden ist natürlich viel einfacher, als machen. Deswegen die Frage an Dich: Überprüft ihr die Produktionsbedingungen?

TIM: Wir besuchen unsere Produzenten ca. 5 mal im Jahr um die Produktionsbedingungen zu begutachten und die Kollektionen zu besprechen.

Petra von Hollightly: Das alles klingt toll! Damit verleihe ich Euch hiermit offiziell unseren Glücksbringer. Der geht nur an die Labels, die so vorbildlich produzieren, wie ihr. Euch gibt es noch gar nicht so lange mit Wunderwerk, davor hattet ihr schon ein Fashionlabel, was war da anders und wieso Wunderwerk? Hollightly Glücksbringer

TIM: Ja, ich hatte vorher eine Streetwear Marke, die allerdings nicht nachhaltig produziert wurde. Aufgrund meiner Einstellung zur nachhaltigen Produktion aber auch um eine modischere Kollektion kreieren zu können habe ich mich mit meiner Frau entschieden neue, eben nachhaltigere Wege zu beschreiten.

Petra von Hollightly: Grandiose Entscheidung. Das finde ich toll! Wer nachhaltige Mode macht, dem ist das meist ein persönliches Anliegen – was treibt Dich an?

TIM: In meiner Freizeit bin ich in der Natur und gehe seit dem ich laufen kann surfen und snowboarden. Mein Studium habe ich als Tauchlehrer finanziert. Wer diese Sportarten liebt und dementsprechend oft ausübt, der muss eine Abneigung gegen Plastikmüll bekommen… So wie bei mir! Überall im Wasser ist Plastik, das ist schon eine schlimme Pest, dieses Plastikzeitalter.

Petra von Hollightly: Ja die ganzen Tüten, die einem im Supermarkt fast schon nachgeworfen werden zum Beispiel. Und das ist ja nur ein Beispiel von vielen. Ich kann das verstehen. Wenn wir aber zu Eurer Mode kommen, dann habt ihr Euch ja trotzdem eine große Sache auf die Fahnen geschrieben. Denn Green und nachhaltig zu produzieren ist in der Realität sicher nicht so einfach, wie die „normale“ Produktion – auf welche Hürden seid ihr gestoßen beim Aufbau Eures Labels?

TIM: Eigentlich haben wir nur Hürden meistern müssen, die auch andere kleine Start-ups meistern müssen. Das fängt bei den Minimums an, die wir bei Stoffhändlern bestellen müssen und läuft weiter beim Management des Wachstums.

Wir haben an unsere Marke mehr als ein Jahr geplant bevor wir in den Vertrieb gegangen sind. Wir konnten die ersten Schritte auch zusammen mit unseren Produzenten sehr gut planen. Wir kennen unsere Produzenten fast alle mittlerweile länger als 10 Jahre, so dass wir in diesen treue Unterstützer gefunden haben. Auch für diese ist der kontinuierliche Wechsel zu nachhaltiger Produktion eine sehr spannende und mittlerweile lukrative Sache, da die Nische „ethical Fashion“ extrem an Fahrt aufgenommen hat.

Petra von Hollightly: Wunderwerk ist lässig, casual und jung – würde ich sagen. Wie würdet ihr den Style von Wunderwerk beschreiben und worauf legt ihr Wert bei Euren Fashion-Teilen?

TIM: Wir nennen den Stil von wunderwerk „metropolitain“ und steht für eine urbane, moderne und modebewusste Zielgruppe, die wir nicht in Altersklassen unterteilen. Wir bedienen Style-Gruppen und keine Altersgruppen.

Wunderwerk Kleider

Petra von Hollightly: Absolut richtig! Mode ist eine Frage des Geschmacks und nicht des alters. Ich glaube auch, dass die Zeiten vorbei sind, in denen für eine bestimmte Altersgruppe produziert wurde. Schauen wir mal in die Zukunft: Was sind die Wunderwerk-Trends der nächsten Kollektion – ein kleiner Sneak Peek für uns?

TIM: Na klar, für Euch schon. Hier ein Fotos der kommenden Sommerkollektion…

Wunderwerk Sommer

Wunderwerk Sommer

Petra von Hollightly: Schick! Würde ich alles so nehmen. Danke dir vielmals für das Interview und ich wünsche Euch viel Erfolg!

4 Meinungen zu “Weltreiselabel: WUNDERvolle Mode von WUNDERWERK!

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